Der große Schlittschuh im Eis

Riesen in Leeuwarden. Die weltberühmte Produktion von Royal de Luxe erlebt ihre niederländische Premiere in der Kulturhauptstadt Europas. Quer durch die Innenstadt von Leeuwarden sorgen die Meter hohen Riesen drei Tage lang für unvergessliche Momente mit ihrer Vorstellung De Grote Schaats in het IJs (Der große Schlittschuh im Eis).

Der große Schlittschuh im Eis

Vor Millionen von Jahren fand die große Schlacht zwischen Wasser und Erde statt. Heute geht man davon aus, dass sie sich in der Region Friesland ereignete. Die wie Büffelherden gegen das Land geschleuderten Wassermassen brachen sich an einer Armee von Männern mit Hacken und Schaufeln. Die Dämme, die sie errichteten, wurden viele Male gespalten, sogleich durch mit Talk und Tüchern abgedichtete Balken verstärkt, zerborsten und wiederaufgebaut, niedergerissen, erneut errichtet, unablässig zerstört und wieder repariert.

Niemand weiß, wie lange dieser sagenhafte Kampf andauerte. Bald wurde ein Gouverneur eingesetzt, der für die Wartung der Deiche verantwortlich war. Um die Eindringversuche der Springfluten zu überwachen, wurden auf den Anhöhen Beobachtungsposten eingerichtet, ähnlich dem Ausguck an einem Schiffsmast. In dieser Zeit entstand auch die geniale Idee, ein Trojanisches Pferd unterhalb des Wasserspiegels einzugraben. Tatsächlich wurde ihnen, dank der damaligen Götter, ein Riesentaucher zuteil, der auf ewig im Boden eingegraben bleiben, jederzeit aufspringen und Berge versetzen und Unmengen an Schlamm werfen konnte, um die Deiche zu schützen.

Zur Zeit der Ausgucke, das soll nicht verschwiegen werden, traf, während eines Schneesturms, der schiefe Turm ein, der wie ein Korken auf dem entfesselten Meer schwamm. Woher kam dieses Schiff, das ohne Bug und ohne Segel nach Leeuwarden gesteuert worden war? Jedenfalls stellten ihn die Bewohner auf dem mittleren Erdhügel auf. So wurde er zu einem Leuchtturm in der Geschichte der Stadt. Unlängst erfuhren wir nun, dass, als die Stadt die Festlichkeiten anlässlich der Ernennung zur Kulturhauptstadt vorbereitete, durch das Zusammentreffen gänzlich unvorhergesehener Umstände der außergewöhnliche Fund der ältesten Schlittschuhe der Menschheitsgeschichte gemacht wurde, die vermutlich über 20.000 Jahre alt sind und bei Bauarbeiten an einer Ölförderplattform am Nordpol entdeckt wurden.

Ein sechs mal drei Meter großer Eisblock wurde zerteilt, der die unversehrten Schlittschuhe umschlossen hatte, deren Kufe aus dem Oberschenkelknochen eines Mammuts bestehen sollen, der übrige Schuh aus dem Leder des Tieres. Das Verwirrendste aber, was die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft in Erstaunen versetzt, ist die monumentale Größe der Schuhe. Ein Fuß, der in diese Schuhe passt, lässt auf die Existenz von über zwölf Meter große Riesen schließen... Natürlich würde das Ganze dem Bereich der Legenden angehören, hätte der Riesentaucher vor Jahrhunderten nicht eine kleine Riesentochter gehabt. Als sie eines Nachts im August 2018 aus dem Hauptbahnhof Leeuwarden trat, hatte sie kurzerhand beschlossen, ihn abzuholen.

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