Es ist 1818 und in den Niederlanden herrscht Armut. General Johannes van den Bosch möchte mit sogenannten landwirtschaftlichen Probekolonien eine Wende herbeiführen. Während der Leeuwarden-Friesland 2018 wird das 200-jährige Bestehen der Gesellschaft der Wohltätigkeit gefeiert. Unter anderem mit einer Darbietung der künstlerischen Veranstaltung „IntoNature“ und dem Musiktheater „Welstaat“.

General Van den Bosch glaubte an den Idealismus der Aufklärung: Der Mensch kann sich erheben, indem er die Natur und die Welt auf seine Wünsche anpasst. Er wollte armen Familien ein besseres Leben geben und ließ sie nach Drenthe umziehen, wo sie in einer Kolonie den wüsten Boden von Drenthe bearbeiten mussten.

Grenzregion
Vier der sieben Kolonien der Wohltätigkeit entstanden in der Grenzregion von Friesland und Drenthe, in der Nähe von Frederiksoord. Die denkmalgeschützten Gebäude der Kolonien und die angrenzende Natur des Drents-Friesischen Waldes bilden die Kulisse für das Kulturprogramm 2018.

Musiktheater Welstaat
Im Musiktheater „Welstaat“ (Wohlstaat) wird eine Brücke zwischen der Zeit von vor 200 Jahren und der jetzigen Zeit geschlagen. Zwischen dem utopischen Gedanken, die Armut in den Kolonien zu beseitigen, und der widerspenstigen Realität von heute, in der Armut immer noch allgegenwärtig ist. Bildendes Theater und verschiedene Musikstile führen das Publikum durch die Kolonien hin zu einer spektakulären Abschlussveranstaltung. „Welstaat“ wird im September vom Kammeropernhaus aufgeführt.

Internationale Ausstellung IntoNature
Darüber hinaus findet auf dem Koloniengelände die Ausstellung „IntoNature“ statt. Besucher folgen einer Route mit Werken von international angesehenen Künstlern wie Katie Paterson, Edward Clysdale Thomson, Herve Youmbi, Susan Philipsz, Heather und Ivan Morison, Sarah van Sonsbeeck, Anne Geene und Roderick Hietbrink.

Veranstaltungsorte
Die Ausstellung findet an drei Standorten statt: Im Holtingerveld, einem der dunkelsten Orte der Niederlande, in der Kolonie in Frederiksoord und in der ehemaligen Gartenbauschule, eines der ersten Stücke „überdachte Natur“ der Welt. Zusammen zeigen die Standorte die Spannung zwischen Natur und Kultur, zwischen licht und dunkel und zwischen Herrschaft und Freiheit.

Welterbe
Vermutlich gibt es in 2018 noch ein weiteres Highlight: Die endgültige Anerkennung der Kolonien der Wohltätigkeit als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Verkündung wird vermutlich im Juli stattfinden. Sobald die Verkündung vollzogen wurde, wird das Programm bekannt gegeben.

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