Was ist eine Kulturhauptstadt Europas?

„Die Kulturhauptstadt Europas ist ein internationales Kulturprojekt mit dem Ziel, die verschiedenen Kulturen Europas in den Vordergrund zu rücken. Die Kulturhauptstadt ist Europas ambitionierteste Veranstaltung im Bereich Kunst und Kultur. So funktioniert es: Jedes Jahr findet in zwei Ländern der Europäischen Union eine nationale Wahl statt. In diesen Ländern wird eine Stadt schließlich von einer internationalen Jury für ein Jahr zur Kulturhauptstadt Europas ernannt. Leeuwarden ist eine der beiden europäischen Städte für 2018 und darauf sind wir sehr stolz! Als Region kann man sich nicht um den Titel bewerben, so wie es Friesland 2011 eigentlich vorhatte. Als klar wurde, dass das nicht geht, wurde die Stadt Leeuwarden ins Rennen geschickt; aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, die ganze Region miteinzubeziehen. Aber die Party beschränkt sich nicht auf Friesland; Leeuwarden-Friesland Kulturhauptstadt Europas 2018 ist eine Veranstaltung für die gesamten Niederlande mit Leeuwarden und der Provinz Friesland als Epizentrum. Leeuwarden-Friesland ist 2018 die Kulturhauptstadt Europas im Namen der Niederlande.“

Warum hat Leeuwarden zusammen mit Friesland den Titel Kulturhauptstadt Europas 2018 gewonnen?

„Wir konnten die europäische Jury 2013 mit den Ideen aus unserem Bid Book (Präsentations-/Bewerbungsbuch) am meisten überzeugen. Das zentrale Thema unseres Bid Books war Iepen Mienskip; das ‚von unten‘ ausgehende, in offener Verbindung mit der ganzen Welt, gemeinsame Arbeiten an einer besseren Welt. Dieses gemeinsame Arbeiten ‚von unten‘ findet sich in allen Projekten des Programms für 2018, weil alle möglichen Einzelpersonen, Vereine, Organisationen und Unternehmen teilnehmen.

Insbesondere die Idee, dass die Veranstaltungen auch wirklich etwas Bleibendes schaffen sollten, ließ das Herz manchen Jurymitglieds schneller schlagen. Wir finden, dass die kulturellen Initiativen etwas bedeuten sollen. Dass sie unserer Denk- und Lebensweise einen frischen Impuls geben. Das geht auf verschiedene Weisen, beispielsweise im Bereich sauberes Trinkwasser, beim multikulturellen Zusammenleben, bei nachhaltigen Innovationen und bei der Armutsbekämpfung.“

Was ist das eigentlich, die iepen mienskip?

„Iepen mienskip ist das Thema unseres Programms: Leeuwarden-Friesland 2018. Mit hunderten von Projekten zeigen wir den Niederlanden und dem Rest von Europa 2018 eine Iepen Mienskip; eine eigenwillige und engagierte Gesellschaft, mit einem Blick für die Ideen, Möglichkeiten und Herausforderungen anderer. Indem wir unsere kulturelle Farbe 2018 präsentieren, möchten wir Verbindungen mit verschiedenen Gemeinschaften in ganz Europa knüpfen. Sowohl virtuell als auch ‚im wahren Leben‘.“ Iepen bedeutet offen, wir bleiben also nicht in unserem Kämmerlein, sondern öffnen unsere Blicke, unsere Zusammenarbeit. Iepen bedeutet Zusammenarbeit mit anderen; lokal, regional, auf landesweiter und auf europäischer Ebene. Offen sein für andere.

Gibt es eine Zusammenarbeit zwischen LF2018 und Valletta2018‚ den beiden Kulturhauptstädten Europas 2018?

„Natürlich, wir arbeiten auf vielen Ebenen und in vielen Disziplinen zusammen. Poetic Potatoes (regelmäßiger Austausch von maltesischen und Bildter Kartoffeln und Gedichten) und Look@Me (Filmprojekt) sind Beispiele hierfür. Ein anderes Beispiel ist das Projekt, das das Friesland College (D’Drive) zusammen mit einer maltesischen Schule angeht: Ausstellungen und Austausche resultieren dabei in gemeinsamen Produktionen für Opera Spanga. Dozenten aus beiden Städten geben außerdem Workshops für die jeweils anderen Studenten und gemeinsam werden Kostüme für die Oper Aida, auch ein Programmpunkt von LF2018, entworfen.“

Was passiert mit den Ideen von Friesen zu 2018?

„Initiatoren melden sich bei den Ansprechpartnern in ihrer Gemeinde, bei Stipe.frl, beim Brainstorming, dem Iepen Mienskipsfûns der Provinz und dem Informationszentrum im Blokhuispoort. Die Planer erhalten Ratschläge und werden in die richtige Richtung gelenkt. Die Projekte nehmen wir in den Veranstaltungskalender auf.“

Warum nehmen keine friesischen Künstler am Projekt 11Fountains teil?

„Bei den mit Abstand meisten Projekten arbeiten die Friesen zusammen. Seien es nun Künstler, Unternehmer oder Ehrenamtler. Bei 11Fountains haben wir uns für internationale Künstler entschieden, weil wir einfach besondere, schöne Brunnenkunstwerke haben wollten. Passend zu den elf Städten. Indem wir uns für internationale Künstler entscheiden, trauen wir uns, noch größere Träume zu träumen und aus der Masse hervorzustechen. Das ist unfriesisch, wenn man es so ausdrücken will. Aber damit ist es auch ein Zeichen für diese neue Phase.“

 

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