Wann findet die offizielle Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres statt?

„Am Wochenende vom 26. bis zum 28. Januar 2018 fällt der offizielle Startschuss.

Nicht nur Leeuwarden, ganz Friesland wird in einen kulturellen Festtrubel fallen! Wir haben die künstlerische Leiterin Ira Judskovkaja von der Theatergesellschaft Tryater gebeten, es zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen. Sie und ihr Team von Tryater arbeiten derzeit am Programm.“

 

Wann werden Sie das vollständige Programm bekannt geben?

„Das haben wir am Dienstag, den 3. Oktober 2017 getan. Genau wie unsere Vorgänger als Kulturhauptstadt Europas, haben wir das Programm etwa 100 Tage vor dem Start von 2018 bekannt gegeben.

Was ist der Unterschied zwischen dem Hauptprogramm und dem IepenMienskipsprogramm?

„Das Hauptprogramm besteht zum Großteil aus den Veranstaltungen, wie wir sie 2013 im siegreichen Bid Book beschrieben haben. Das ist die Programmpräsentation für die europäische Jury. Es sind die Initiativen, die sich die Programmgestalter innerhalb von LF2018 überlegt haben. Das sind auch die Projekte, die wir finanziell unterstützen. Das Haupt- oder Kernprogramm besteht aus etwa 60 Projekten. Darüber hinaus findet 2018 das Mienskipsprogramm statt, das von der friesischen Bevölkerung gestaltet wird. Es sind Ideen aus den Dörfern, vom Land und aus den Städten.

Denken Sie dabei an eine Theateraufführung in einem Dorf oder einen Weltrekordversuch mit der größten Häkeldecke der Welt.

Das Programm von LF2018 setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Es gibt das Hauptprogramm mit rund 60 Projekten (mit allen Unterprojekten sind das über 200 Veranstaltungen) und ein Iepen Mienskipsprogramm, in dem es noch einmal 100 Projekte gibt. Das Hauptprogramm soll das nationale und internationale Publikum anziehen. Wenn diese Besucher dann einmal bei uns sind, werden wir sie auch mit dem Iepen Mienskipsprogramm in Kontakt bringen. Die Trennung zwischen IMP und HP scheint manchmal etwas willkürlich. Etwas aus dem IMP hätte vielleicht auch im HP stehen können, aber wir mussten Entscheidungen treffen. Das HP setzt sich aus vielen Projekten zusammen, die auch schon in unserem Bid Book standen, ergänzt um weitere Projekte. Die Entscheidungen wurden auf Basis der Verteilung auf Disziplinen, Zielgruppen, Regionen, Zeit, etc. getroffen.

Vom ersten Tag an haben wir gesagt, dass alles in unser Programm darf, und dazu stehen wir immer noch. Im IMP ist Platz für alles, solange es einen kulturellen Anstrich hat. Aber Kultur ist ein dehnbarer Begriff.“

Wie viele Projekte aus Ihrem Hauptprogramm finden statt?

„Im Januar 2017 stand der Zähler bei 85 Prozent.“

Wie sicher wird es eigentlich sein?

„Für alle Produktionen werden Sicherheitspläne entsprechend den Vorschriften erarbeitet. Die Veranstaltungen erhalten nur dann ihre Genehmigungen, wenn sie den Vorschriften entsprechen. Und ohne Genehmigung findet eine Veranstaltung nicht statt. Wenn die Behörden zu der Einschätzung kommen, dass ein überdurchschnittliches Risiko besteht, werden in Absprache mit Bürgermeister, Polizei und Justiz ergänzende Maßnahmen getroffen. Darüber wird regelmäßig beraten. Die Organisationen sind hierfür selbst verantwortlich, aber als Regionalorganisation haben wir natürlich ein Auge darauf.“

Wo sollen die ganzen Menschen schlafen?

„In unseren Hotels, Ferienparks, B&Bs, Jugendherbergen und auf Campingplätzen. Für die abenteuerlustigen unter den Reisenden: Bei Produktionen unter freiem Himmel (auf der Wiese), bei Bauern (in den Ställen), auf Pop-up-Campingplätzen (in und bei Dörfern). Einige Projekte sehen auch vor, dass die Teilnehmer privat unterkommen (beispielsweise ESfAG).“

Wenn so viele Besucher erwartet werden, wo sollen die parken?

„An normalen Tagen sollte das Parken in den Parkhäusern und auf den Parkplätzen der friesischen Städte kein Problem sein. In Leeuwarden wird es einen Park-and-ride-Parkplatz beim WTC Expo geben. Bei großen Veranstaltungen werden temporär zusätzliche Parkplätze eingerichtet. Wir werben auch sehr dafür, dass die Besucher mit Bus, Bahn oder sogar Boot anreisen. Die Provinz Friesland hat Einiges in das Straßennetz investiert, Engstellen bei Joure, Harlingen und auf der Umgehungsstraße von Leeuwarden wurden beseitigt.“

Inwieweit betreiben Sie Monitoring?

„Zusammen mit unseren Stakeholdern, der Gemeinde Leeuwarden und der Provinz Friesland, haben wir 32 KPIs (Leistungskennzahlen) benannt, die unsere finanziellen und gesellschaftlichen Ziele transparent messbar machen sollen. Als gemeinnützige Organisation legen wir natürlich Rechenschaft über die Finanzen ab und bieten maximale Transparenz. Darüber hinaus möchten wir die bewährten Vorgehensweisen früherer europäischer Kulturhauptstädte verinnerlichen und wir planen einen umfangreichen Bericht für 2019.“

Für welche Projekte muss Eintritt bezahlt werden? Was ist kostenlos?

„Die großen Veranstaltungen im öffentlichen Raum (Eröffnung, 8ste Dag, Lân fan Taal, Riesen von Royal de Luxe, Places of Hope, At the Watergate, Lûd und die Re-opening) sind kostenlos. Bestehende Veranstaltungen wie das Oranjewoud Festival oder Welcome to The Village werden Eintritt verlangen, wie sie es normalerweise auch tun. Gleiches gilt auch für Ausstellungen in Museen und Vorstellungen in Theatern oder an anderen Orten. Natürlich gibt es auch neue Veranstaltungen, die Eintritt verlangen werden, nicht nur bestehende.“

An wen können Sich Interessenten am besten wenden, wenn sie Informationen benötigen?

„Das Blokhuisplein 40 – De Blokhuispoort – in Leeuwarden bleibt das ganze Jahr über geöffnet. An verschiedenen Stellen in der Provinz finden sich LF2018-Infozentren. Eine Übersicht finden Sie auf unserer Website (2018.nl), die den Besuchern nachher in vier Sprachen (Niederländisch, Friesisch, Englisch und Deutsch) helfen wird, sich zurechtzufinden.“

Was wird voraussichtlich die meisten Besucher anziehen?

„Royal de Luxe wird im August 2018 sicherlich einige Hunderttausend Menschen nach Leeuwarden locken. Es ist von vornherein eine einmalige Veranstaltung, weil die französische Truppe noch nie zuvor in den Niederlanden aufgetreten ist. Die Besucherzahlen dieser Truppe aus der ganzen Welt sprechen Bände: Antwerpen (2010) hatte 800.000 Besucher, London (2006) durfte mit einer Million rechnen und Mexiko (2010) schoss mit 3,5 Millionen Besuchern den Vogel ab.

Bei den großen Ausstellungen im Fries Museum über Mata Hari (Start 14. Oktober 2017) und Escher (Start 28. April 2018) erwarten wir auch viele Besucher. Wenn die Ausstellung über die Arbeit von Alma Tadema im Fries Museum als Vorzeichen gesehen werden kann, dürfen wir uns auf jede Menge Besucher einstellen. Diese Ausstellung war auch Teil des Programms von LF2018 und wurde von 158.000 Menschen besucht. Das waren fast doppelt so viele, wie wir erwartet hatten, und brachte der friesischen Wirtschaft nicht weniger als 7,6 Millionen Euro ein.

Wir erwarten beim Eröffnungswochenende und der „Re-Opening“ (Abschlussveranstaltung) pro Tag Zehntausende Besucher. Andere Projekte, die der Erwartung nach viel Aufmerksamkeit bringen werden, sind 11Fountains‚ Der Schimmelreiter, Farm of the World und Sense of Place.“

Wie viele Besucher erwarten Sie 2018?

„Wir erwarten, dass zu den Projekten von Leeuwarden-Friesland 2018 etwa vier Millionen Besucher kommen.“

Wie viel gibt ein Besucher aus?

„Wenn wir von durchschnittlichen Ausgaben in Höhe von 20 € pro Besucher ausgehen, ergibt das einen Umsatz von 80 Millionen Euro.“

Wo kann man online die Karten für die Vorstellungen kaufen?

„Das geht auf unserer Website (2018.nl), der Seite der NDC mediagroep (www.vanplan.nl) und natürlich direkt bei den Produktionen, für die man Karten kaufen muss (z. B. das Fries Museum, De Harmonie).“

Haben Sie nicht die Antwort auf Ihre Frage gefunden? - Lesen Sie anderen Kategorien

Hintergrund

Finanziell

Kontakt

Presenting Partners
Presenting Partners
Business Partners

Initiators