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Campagnebeeld - Human After All

Human After All


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Vom 10. Oktober 2020 bis zum 5. September 2021 präsentiert das Nationale Keramikmuseum Princessehof in Leeuwarden die große Ausstellung Human After All: Ceramic Reflections in Contemporary Art. International etablierte Künstler und aufstrebende Talente aus Ost und West zeigen umfangreiche Skulpturen und Installationen. Von den absurdistischen Filmen des Künstlerduos Djurberg und Berg (1978, Schweden) bis zum Baum des Lebens von Kris Lemsalu (1985, Estland). Alle Werke berühren die komplexe menschliche Natur; La Condition Humaine, der Mensch mit seinen Grenzen, leer oder selbstbewusst, schön oder grausam.

Die ausgewählten Arbeiten von William Cobbing (1974, Gro…

Vom 10. Oktober 2020 bis zum 5. September 2021 präsentiert das Nationale Keramikmuseum Princessehof in Leeuwarden die große Ausstellung Human After All: Ceramic Reflections in Contemporary Art. International etablierte Künstler und aufstrebende Talente aus Ost und West zeigen umfangreiche Skulpturen und Installationen. Von den absurdistischen Filmen des Künstlerduos Djurberg und Berg (1978, Schweden) bis zum Baum des Lebens von Kris Lemsalu (1985, Estland). Alle Werke berühren die komplexe menschliche Natur; La Condition Humaine, der Mensch mit seinen Grenzen, leer oder selbstbewusst, schön oder grausam.

Die ausgewählten Arbeiten von William Cobbing (1974, Großbritannien), dem Künstlerduo Nathalie Djurberg & Hans Berg (1978, Schweden), Leiko Ikemura (1951, Japan), Klara Kristalova (1967, Tschechien), Kris Lemsalu (1985, Estland), Sharon van Overmeiren (1985, Belgien), Liliana Porter (1941, Argentinien), Geng Xue (1983, China) und Mariken Wessels (1963, Niederlande) sind erstmals in den Niederlanden zu sehen. Zwei der vier Skulpturen von Wessels wurden bereits auf der Art Rotterdam gezeigt.

La condition humaine

Die Ausstellung, kuratiert von Tanya Rumpff, appelliert an primäre, fast animalische Eigenschaften. Zum Beispiel üben die Figuren in Djurbergs und Bergs Videoarbeit Macht aus oder sind unterwürfig. William Cobbings Arbeit zeigt Menschen, die versuchen, sich einander anzunähern, aber der Ton liegt zwischen ihnen und blockiert den Kontakt. Auf den ersten Blick ist die Installation von Liliana Porter liebenswert. Aber ein genauerer Blick auf die Verwüstungen, die die niedlichen Miniaturmenschen anrichten, offenbart eine tiefere Schicht von Schöpfung und Zerstörung. Im Baum des Lebens des jungen, bahnbrechenden Künstlers Kris Lemsalu wachsen aus den Händen der Hauptfigur kleinere Figuren, die den Lauf des Lebens symbolisieren. Wie Lemsalu lässt sich auch Sharon van Overmeiren von Volkskulturen inspirieren. Man glaubt, etwas zu erkennen, aber ihre Skulpturen sind schwer zu definieren.

Interdisziplinär

Die Künstler übersetzen verschiedene Facetten dieses Themas, den menschlichen Mangel, in die Disziplin, die menschlich par excellence ist: die Keramik. Auch in der zeitgenössischen autonomen Keramik bleibt der Fingerabdruck des Herstellers buchstäblich in den Objekten. So wie die führende Japanerin Leiko Ikemura. Einer der ersten Künstler, der Skulpturen ausschließlich mit Ton herstellte. Für sie ist das Material, Ton, Teil ihrer Philosophie. Mit ihren menschlichen Figuren, einem aktuellen Gemälde, zwei Zeichnungen und einem Film, reflektiert sie ihre eigene Weiblichkeit. Das heimische Talent Mariken Wessels zeigt mit ihren Skulpturen, Fotos und Videoarbeiten die Schönheit des adipösen Körpers in Bewegung.

Neben Keramik werden auch Film und Fotografie auf überraschende Weise eingesetzt. Die Filme von Nathalie Djurberg und Hans Berg sind eine faszinierende Mischung aus Knetfiguren, Musik und Animation. In dieser Ausstellung zeigen sie einen neuen Film, in dem es u.a. um Gier geht. Arbeiten dieses führenden Künstlerduos befinden sich unter anderem in den Sammlungen der Prada Foundation in Mailand und des Museum of Modern Art in New York.

Auch Geng Xue, die 2017 bereits in In Motion im Princessehof zu sehen war, sorgt mit ihren Animationsfilmen international für Furore. Die menschlichen Figuren in ihrem Werk sind geprägt von Traumata, Kämpfen oder Versuchungen, aber auch von Sehnsucht und Hoffnung. Sie zeigt die Arbeit The Name of Gold, mit der sie auf der Biennale in Venedig (2019) großen Erfolg hatte.

Den letzten Raum füllt Klara Kristalova mit drei Inseln aus Moos, Farnen und anderen Pflanzen. Lebensgroße Tier- und Menschenfiguren bewachen die Inseln. Gemeinsam mit dem international renommierten Floristen Thierry Boutemy und einer auf Innenraumbegrünung spezialisierten Firma schuf Kristalova ein beeindruckendes Pflanzendesign mit lebendem Grün. Die Auswahl der Pflanzen ist inspiriert von der Flora des Waldes, in dem sich Kristalovas Studio befindet.

Serie

Human After All: Ceramic Reflections in Contemporary Art ist die zweite in einer Reihe von groß angelegten internationalen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst im Princessehof. Vom 2. Dezember 2017 bis zum 6. Mai 2018 zeigte die Ausstellung "In Motion: Ceramic Reflections in Contemporary Art" in verschiedenen Installationen die Rolle der Keramik in der zeitgenössischen Kunstwelt. Das Highlight waren die Boursier-Mougenot-Bäder, gefüllt mit intensiv blauem Wasser, in dem weiße Porzellanschalen schwammen. Sanfte Wasserströme schufen eine faszinierende Komposition und ein bezauberndes Klangspiel.

Wann

  • Dienstag bis Sonntag geöffnet, Montags geschlossen

Preise

  • Erwachsene12,50 € Weitere Informationen zu den Preisen finden Sie unter www.princessehof.nl/bezoekinfo/entreeprijzen

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