Vom 3. März bis 18. Juli 2021 präsentiert das Friesische Museum eine große Ausstellung über Stickerei in der Mode. Die Wiederbelebung des Handwerks durch große Modehäuser und zeitgenössische Designer wird anhand von vier Jahrhunderten Stickerei in eine historische Perspektive gestellt. In der Ausstellung Haute Bordure werden Kleidungsstücke und Accessoires aus der eigenen Sammlung des Museums durch viele historische und zeitgenössische Kreationen ergänzt. Von der Herrenweste aus dem 18. Jahrhundert mit akribisch gestickten Rosenknospen bis zum Abendkleid mit Glöckchen von Viktor & Rolf, von mit Goldfäden verzierten Schuhen aus dem Jahr 1620 bis zum reich verzierten Kleid von Königin Máxima. Hier können Sie sich ein klares Bild der handgefertigten Stickereien in der niederländischen Modegeschichte gespielt haben.

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Vom 3. März bis 18. Juli 2021 präsentiert das Friesische Museum eine große Ausstellung über Stickerei in der Mode. Die Wiederbelebung des Handwerks durch große Modehäuser und zeitgenössische Designer wird anhand von vier Jahrhunderten Stickerei in eine historische Perspektive gestellt. In der Ausstellung Haute Bordure werden Kleidungsstücke und Accessoires aus der eigenen Sammlung des Museums durch viele historische und zeitgenössische Kreationen ergänzt. Von der Herrenweste aus dem 18. Jahrhundert mit akribisch gestickten Rosenknospen bis zum Abendkleid mit Glöckchen von Viktor & Rolf, von mit Goldfäden verzierten Schuhen aus dem Jahr 1620 bis zum reich verzierten Kleid von Königin Máxima. Hier können Sie sich ein klares Bild der handgefertigten Stickereien in der niederländischen Modegeschichte gespielt haben.

Die Besucher entdecken den Reichtum der Stickerei, mit luxuriösen Materialien wie Goldfäden, Seide und Perlen, aber auch die Handwerkskunst und die Hunderte von Stunden, die manchmal nötig sind, um ein Kleidungsstück zu verzieren. Die Stickerei ist eine Möglichkeit für den Träger zu zeigen, dass er zu einer Gruppe gehört oder dass er sich von der Masse abhebt. Darüber hinaus spielt die feine, weiße Stickerei bei wichtigen Lebensmomenten wie Geburt, Taufe und Hochzeit eine große Rolle. Vor allem aber ist die Stickerei ein wichtiger Bestandteil der aktuellen Mode, mit der Frauen und Männer seit Jahrhunderten ein Statement setzen.

Sehen und gesehen werden

Die Stickerei in der Mode hat eine lange Tradition, die früher der Kirche und der Elite vorbehalten war. Die arbeitsintensive Handwerkskunst und die Verwendung luxuriöser Materialien machten die Stickerei zu einem kostspieligen Statussymbol. Der zunehmende Wohlstand erlaubte es den Bürgern des 17. Jahrhunderts, mit reich verzierten Accessoires zu prahlen. Professionelle Stickerinnen beugten sich über komplexe Stiche und entwickelten eine enorme Vielfalt an Stichen und Techniken. Ihre Kreationen fanden ihren Weg in die niederländische Modeszene und gaben Männern und Frauen, jung und alt, eine einzigartige Möglichkeit, sich zu profilieren. Das ist heute nicht anders. Die Ausstellung umfasst ein spektakuläres Abendkleid von Claes Iversen, das mit Plexiglas, Metall und Swarovski-Kristallen besetzt ist, und einen Catsuit von Jan Taminiau, der von Kopf bis Fuß mit Pailletten bedeckt ist. Das Customizen von Outfits ist auch auf der Straße und in den sozialen Medien beliebt, als Reaktion auf die Massenkollektionen in den meisten Geschäften.

Mix aus Alt und Neu

Verteilt auf sechs Säle sind fast 150 historische und zeitgenössische Stücke zu sehen. Die eigene einzigartige Sammlung wird durch Stücke aus dem Rijksmuseum Amsterdam (Amsterdam), den Königlichen Archiven und Königlichen Sammlungen (Den Haag), dem Amsterdam Museum (Amsterdam), dem Centraal Museum (Utrecht), dem Groninger Museum (Groningen), dem Kunstmuseum Den Haag (Den Haag), dem Zeeuws Museum (Middelburg), dem Zuiderzee Museum (Enkhuizen) und dem Museum Rotterdam (Rotterdam) sowie durch verschiedene zeitgenössische Designer bereichert. Das Ausstellungsdesign liegt in den Händen von Paul Toornend und das Grafikdesign stammt von Michaël Snitker.

Erste Schritte

Das Friesische Museum organisiert ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung. Bei der interaktiven Stickerei-Installation der Künstlerin Floor Nijdeken in der Halle des Museums kann jeder, vom Anfänger bis zum Experten, mitmachen. Das Ergebnis ist eine kollektive Stickerei, zu der jeder einen Stich beitragen kann. Außerdem werden in Zusammenarbeit mit dem Crafts Council Nederland eine Reihe von Meisterkursen im Sticken organisiert, die für Textil-, Mode- und Handwerksbegeisterte mit etwas Stickereierfahrung geeignet sind. Weitere Aktivitäten werden bald auf der Website des Museums zu finden sein.

Veröffentlichung

Haute Bordure wird von einer gleichnamigen Publikation mit Beiträgen von Eveline Holsappel und Anne-Marie Segeren begleitet, die von Karin Gaillard herausgegeben und von Uitgeverij Waanders & de Kunst veröffentlicht wird. Das Buch untersucht vier Jahrhunderte der Stickerei; Hersteller und Träger, verwendete Materialien und Techniken, Inspirationsquellen und Symbolik. Detailaufnahmen zeigen das große handwerkliche Können, das für die Ausführung der vielen winzigen Stiche erforderlich ist, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Das Buch ist im Museumsshop für € 24,95 erhältlich. Dort finden Sie auch alle Werkzeuge, die Sie benötigen, um zu Hause mit Nadel und Faden zu arbeiten. Bald wird die Publikation auch im Webshop des Friesischen Museums über friesmuseum.nl/webshop verkauft. Der Shop wird am kommenden Montag eröffnet. Im Webshop sind auch andere Bücher erhältlich, die zu großen Ausstellungen erschienen sind.

Die Ausstellung Haute Bordure wird u.a. ermöglicht durch den Prinz-Bernhard-Kulturfonds und den Margarethe-Petronella-Fonds, den VSB-Fonds und den Fonds 21. Mehrere Dauerleihgaben stammen aus den Sammlungen der Ottema-Kingma-Stiftung und der Königlich Friesischen Gesellschaft. Einige der Exponate wurden mit Unterstützung der Stiftung Wassenbergh-Clarijs Fontein restauriert.

Das Fries Museum ist Teil des Kooperationsnetzwerks Modemuze. Die Zusammenarbeit zwischen den Parteien konzentriert sich auf den Austausch von Wissen über modemuze.nl und die Bereitstellung von Schmuck-, Mode-, Trachten- und Trachtenkollektionen in den Niederlanden und Belgien.

Das Fries Museum wird mitfinanziert von der Abe Bonnema Stiftung, der Provinz Fryslân, dem Kooperationsverband Nord-Niederlande, EZ/Kompas und der Lotterie BankGiro.

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Wann

  • täglich bis zum 18. Juli 2021von 11:00 bis 17:00

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