Campagnebeeld - Gezonken Schatten

Gesunkene Schätze: Geheimnisse der maritimen Seidenstraße

Gesunkene Schätze: Geheimnisse der maritimen Seidenstraße

Vom 7. September 2019 bis/mit 28. Juni 2020 präsentiert der Princessehof die Ausstellung Gezonken Schatten – geheimen van de Maritieme Zijderoute (Gesunkene SchätzeGeheimnisse der maritimen Seidenstraße). Die Ausstellung zeigt Keramik und andere Gegenstände, welche an Bord von acht Schiffswracks aus dem 9. bis 19. Jahrhundert gefunden wurden. Die Keramikschätze erzählen faszinierende Geschichten über die maritime Seidenstraße in Asien. Es eröffnet sich Ihnen eine verborgene Welt von internationalem Handel, Seekämpfen, Menschenschmuggel und Schatzgräbern.

Auf der Suche nach Pfeffer, Seide und Porzellan befuhren Schiffe aus allen Himmelsrichtungen jahrhundertelang die maritime Seidenstraße. Die Schiffe, welche untergingen, liegen oft seit hunderten von Jahren als Zeitkapsel auf dem Meeresboden. Die Wracks und gut erhaltenen Keramikgegenstände bieten einen wahren Schatz an Information.

Welthandel

So lässt beispielsweise das Schiff San Diego e…

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Gesunkene Schätze: Geheimnisse der maritimen Seidenstraße

Vom 7. September 2019 bis/mit 28. Juni 2020 präsentiert der Princessehof die Ausstellung Gezonken Schatten – geheimen van de Maritieme Zijderoute (Gesunkene SchätzeGeheimnisse der maritimen Seidenstraße). Die Ausstellung zeigt Keramik und andere Gegenstände, welche an Bord von acht Schiffswracks aus dem 9. bis 19. Jahrhundert gefunden wurden. Die Keramikschätze erzählen faszinierende Geschichten über die maritime Seidenstraße in Asien. Es eröffnet sich Ihnen eine verborgene Welt von internationalem Handel, Seekämpfen, Menschenschmuggel und Schatzgräbern.

Auf der Suche nach Pfeffer, Seide und Porzellan befuhren Schiffe aus allen Himmelsrichtungen jahrhundertelang die maritime Seidenstraße. Die Schiffe, welche untergingen, liegen oft seit hunderten von Jahren als Zeitkapsel auf dem Meeresboden. Die Wracks und gut erhaltenen Keramikgegenstände bieten einen wahren Schatz an Information.

Welthandel

So lässt beispielsweise das Schiff San Diego erkennen, dass die Spanier um das Jahr 1600 einer der Big Player im internationalen Handel waren. Das Schiff sank während eines Gefechts, da es zu schwer beladen war mit Kanonen, Munition und Proviant. Bei der Ausgrabung zeigte sich, dass die San Diego Produkte aus der ganzen Welt an Bord hatte. Das gefundene Porzellan ist beispielsweise ein typisch chinesisches Produkt aus dem Hafen von Manila. Das niederländische VOC-Schiff Witte Leeuw sank dreizehn Jahre später, nach einem Überfall zweier portugiesischer Schiffe. Habgier kostete die Holländer den Kopf: die Pulverkammer explodierte, und die gesammelte Handelsware fand ihr Ende am Meeresgrund, ein großer Verlust für die VOC.

Schatzgräber

Wegen ihrer kostbaren Ladung haben Schiffswracks eine große Anziehungskraft für kommerzielle Tauchbetriebe. In den 80ern bringt eine Auktion für die Keramikgegenstände aus den Asiatischen Schiffen und dem VOC-Schiff Millionenbeträge ein. Informationen über Schiff und Besatzung gingen bei den Bergungsarbeiten größtenteils verloren. Die Auktion war ein Ausschlaggeber für verschärfte Gesetzesvorgaben bei Unterwasserarchäologie in den Niederlanden. Maritim-Archäologe Martijn Manders illustriert die Wichtigkeit sorgfältiger Unterwasserarchäologie anhand der rezenten Ausgrabung der Rooswijk bei der englischen Küste.

Schmuggel

Als im Jahr 1822 die Tek Sing an Felsen zerschellt, gehen 360.000 Stücke Porzellan und hunderte Menschenleben verloren. Am Deck des Schiffs waren mehr als 1.600 Immigranten, welche illegal aus China auswandern wollten. Neben den enormen Mengen an Porzellan wurden an Bord auch einige Töpfe gefunden, welche Opiumreste enthielten. Das Mittel wurde von den Briten nach Osten geschmuggelt, was zu einer Massenversklavung führte. Egal wie sehr der chinesische Handel florierte, das Kaiserreich begann stetig, mehr und mehr zu wackeln.

Pioniere

Ältere Wracks zeigen, dass auch vor dem VOC ein blühender Handel mit Asien bestand. Ein chinesisches Schiff auf der Höhe von Sinan sinkt im Jahr 1323 auf dem Weg nach Japan. Das ließ sich bestimmen anhand der vielen Etiketten, mit welchen die gelagerten Pakete beschriftet waren. Für Archäologen ist dieser Fund eine wertvolle Entdeckung. Außerdem wurden exklusive Keramikgegenstände der Elite, Weihrauchkessel, aber auch Bilder von japanischen Heiligen gefunden. Viel früher jedoch waren es die Araber, die als erste mit ihren anmutigen Schiffen lange Abstände auf offener See überbrücken konnten. Das Tang-Schiff, gesunken gegen 830, fuhr nach China, um dort begehrte Luxusgegenstände und Porzellan einzukaufen. Die in Feinarbeit entstandenen Töpfe, Schüsseln, Spiegel und Schalen sollten ihr Ziel jedoch nie erreichen: der Kapitän beschloss auf der Rückfahrt, einen Umweg zu machen, und steuerte das Schiff auf gefährliche Klippen zu. Das Schiff sank mit Mann und Ladung an Bord.

Die Ausstellung Gesunkene Schätze wird durch folgende Organisationen möglich gemacht: Mondrian Fonds (der öffentliche Fonds für bildende Künste und kulturelles Erbgut), Korea Foundation, LF2028, Van Achterbergh-Domhof, Prinz Bernhard Kulturfonds und Buchter-de-Vries Fonds, Sint Anthony Gasthuis, Rijksdienst voor Cultureel Erfgoed, Club Céramique, Vereniging van Vrienden Keramiekmuseum Princessehof und die M.A.O.C. Gravin van Bylandt-Stiftung.

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Wann

  • täglich bis zum 28. Juni 2020von 11:00 bis 17:00
  • Dinsdag t/m zondag geopend van 11.00u tot 17.00u. Op maandag gesloten.

Preise

  • 12,50 €

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