Willkommen auf dem Bauernhof von Tjeerd Polstra und seinem Großonkel Henk Polstra. Der Ackerbaubetrieb umfasst 290 Hektar Felder in der Umgebung sowie bei St. Jacobiparochie und in Richtung Hallum. Auf 95 Hektar wachsen Pflanzkartoffeln. Die Postras bauen außerdem Zuckerrüben, Weizen, Zwiebeln und Gerste an. Für die Bodenbearbeitung setzen sie hochmoderne Maschinen ein, wie z.B. den Roder mit Raupenketten.

Das Familienunternehmen begann in Oudebildtzijl in den fünfziger Jahren, als zwei Polstras einen Sprüher und dann kleine Stückchen Land kauften. Ihre Söhne, die Neffen Henk und Henk, erweiterten den Betrieb. 2008 stieg die dritte Generation in die Gesellschaft ein: Tjeerd. Sein Vater Henk ist nicht mehr in der Gesellschaft, aber noch jeden Tag hier anzutreffen.
Der Betrieb ist seit 20…

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Willkommen auf dem Bauernhof von Tjeerd Polstra und seinem Großonkel Henk Polstra. Der Ackerbaubetrieb umfasst 290 Hektar Felder in der Umgebung sowie bei St. Jacobiparochie und in Richtung Hallum. Auf 95 Hektar wachsen Pflanzkartoffeln. Die Postras bauen außerdem Zuckerrüben, Weizen, Zwiebeln und Gerste an. Für die Bodenbearbeitung setzen sie hochmoderne Maschinen ein, wie z.B. den Roder mit Raupenketten.

Das Familienunternehmen begann in Oudebildtzijl in den fünfziger Jahren, als zwei Polstras einen Sprüher und dann kleine Stückchen Land kauften. Ihre Söhne, die Neffen Henk und Henk, erweiterten den Betrieb. 2008 stieg die dritte Generation in die Gesellschaft ein: Tjeerd. Sein Vater Henk ist nicht mehr in der Gesellschaft, aber noch jeden Tag hier anzutreffen.
Der Betrieb ist seit 2000 hier ansässig. Tjeerd wohnt hier, Henk auf einem Bauernhof in der Nähe des Seedeichs. An beiden Standorten rollen die Pflanzkartoffeln ab Ende des Sommers in die Lagerhallen, wo sie getrocknet und belüftet werden.

Tjeerd Polstras Blick geht zur Uhr, als er in die Kantine kommt. Puh, fünf nach sieben. Henk und hait [Papa]sitzen bereits mit einem Becher in der Hand am Tisch. Tjeerd drückt den Knopf der Kaffeemaschine und reibt sich die Augen. „Hast dir wohl noch das Spiel angeguckt?“, fragt Henk. Tjeerd lacht. „Sie haben gewonnen, hat sich also gelohnt.“

Tjeerd trinkt seinen Kaffee im Stehen, während sein Vater und Großonkel ihre Overalls überziehen. In den nächsten Wochen heißt es Ärmel aufkrempeln. Normalerweise arbeiten sie zur Erntezeit von sieben Uhr morgens bis neun Uhr abends. Eine harte, aber auch schöne Zeit, vor allem, wenn sich das Wetter hält und sie jeden Tag ordentlich was schaffen. Er findet die Arbeit nie lästig, und außerdem haben sie immer Spaß zusammen. Neulich meinte er noch auf einer Party, als es um Spaß an der Arbeit ging: „Wir lachen jeden Tag.“
„Ich kontrolliere noch kurz die Ventilatoren und dann gehen wir“, sagt Tjeerd. Er läuft nach hinten und nimmt eine Kartoffel aus dem hintersten Stapel. Sieht gut aus: trocken. Also keine Fäulnis. Die Ernte macht ihn bisher glücklich. Der Ertrag in Tonnen ist wahrscheinlich sogar noch höher, als er auf der Grundlage einer Probeernte von einigen Metern berechnet hatte. Nichts zu Jammern also. Ja, dieses konkrete Ergebnis der Arbeit, das befriedigt. Es ist schon wieder zehn Jahre her, dass er aus dem IT-Geschäft ausgestiegen ist. Wie hat er das nur ausgehalten, die ganze Zeit im Büro?

Kurze Zeit später rollen die Kartoffeln geschmeidig über die Erntematten des Roders. Die Kartoffeln kommen aus einem Stück Sandboden hinter dem Koedijk, dem Seedeich, der die Grenze zwischen dem Polder und dem alten Land markiert. Hier erntet es sich ganz anders als im schweren Lehm am Fuße des Oudebildtdijk. Tjeerd dreht an einem kleinen Knopf: Die Matten können ruhig etwas schneller laufen, denn es kommen kaum noch Erde und Schmutz mit nach oben.

Da sind die Männer schon wieder. Sie stellen sich mit den Wagen an den Rand des Feldes. Gleich darauf ertönt ein greller Piepton, die Maschine ist voll. Tjeerd fährt lieber zu ihnen hin als anders herum. Auf diese Weise schonen sie den Boden. Der Roder hat außerdem Raupenketten, die nicht so tiefe Rinnen wie normale Reifen hinterlassen.

Als nächstes ist die Parzelle Antje de Roos an der Reihe. All ihre Parzellen tragen noch immer die Namen, die pake [Opa] Tjeerd auch schon benutzte. Der Kern der Landwirtschaft ist immer noch derselbe, aber es ändert sich auch vieles, wie zum Beispiel die Einbeziehung der Umwelt. Wie sagt hait doch immer so schön? Ah ja: „Früher arbeiteten sie für den Bauern, jetzt haben sie ein Auge auf ihn.“ 

Diese Geschichte ist Teil der Route Bildtstars und Eigenheimers von Sense of Place. Der Text wurde durch das Interreg Projekt Wadden Agenda 2.0 übersetzt. 

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