Die Sint-Maartenkerk in Hallum steht auf einer Warft und ist von einem gepflegten Kirchhof mit stimmungsvoller Bebauung aus schlichten Wohnhäusern umgeben.
Das Kirchenschiff besitzt sowohl an der Nord- als auch an der Südseite rechtwinklig angebaute Kapellen. Die nördliche Kapelle ist die älteste und stammt aus der Zeit kurz nach 1100. Nach einem Brand im Jahr 1155 wurde sie wieder aufgebaut und erhielt ein Zeltdach mit Dachreiter, wodurch sie fast wie ein kleiner Turm wirkt.
Das Kirchenschiff entstand Ende des 13. Jahrhunderts und zeigt deutlich romanisch-gotische Elemente. Große Spitzbogenfenster, Rundbogenfriese und die eindrucksvolle Bauweise prägen das Erscheinungsbild. Der ursprüngliche Westturm mit Satteldach stürzte 1804 ein und wurde in den folgenden Jahren mit einer markanten Turmspitze neu errichtet.
Auch das Kircheninnere ist einen Besuch wert. Unter dem hölzernen Tonnengewölbe steht eine reich verzierte Kanzel aus dem Jahr 1773 in einer schönen Taufanlage mit Balustern im Stil Louis XVI. Gegenüber befinden sich drei überdachte Herrenbänke aus dem 17. Jahrhundert.
An den Wänden fallen die großen, reich verzierten Trauerwappen aus dem 18. Jahrhundert ins Auge. Die beeindruckende Orgel mit Rückpositiv wurde 1811 von A. van Gruisen erbaut und später von Willem Hardorff erweitert.
Die Sint-Maartenkerk vereint auf eindrucksvolle Weise mittelalterliche Architektur, historische Ausstattung und jahrhundertealte Geschichte.