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Ehemalige Bewahrschule

Kollum

An der Kreuzung der Voorstraat und der Meester Andreaestraat befindet sich die ehemalige Bewahrschule. Eine Bewahrschule war im 19. und frühen 20. Jahrhundert in den Niederlanden und Belgien eine Form der vorschulischen Bildung.

Hier schon mal ein Vorgeschmack

An der Kreuzung der Voorstraat und der Meester Andreaestraat befindet sich die ehemalige Bewahrschule. Eine Bewahrschule war im 19. und frühen 20. Jahrhundert in den Niederlanden und Belgien eine Form der vorschulischen Bildung.

Die Bewahrschule war für Kinder im Alter von etwa drei bis sechs Jahren gedacht, bevor sie die Grundschule besuchten. Der Name geht auf den Gedanken zurück, dass die Kinder dort „aufbewahrt“ wurden, während ihre Eltern arbeiteten. In der Praxis erhielten sie eine einfache Form der Bildung, bei der sie unter anderem Zuhören, Zählen und gemeinsames Spielen lernten. Die Bewahrschule gilt als Vorläufer der heutigen Kindertagesstätte und des Vorschulkindergartens.

Die Bewahrschule in Kollum stammt aus dem Jahr 1828 und befindet sich im östlichen Teil des Ortes. Damals gab es – ebenso wie auf der Westseite der Voorstraat – in der Umgebung der Schule zahlreiche Geschäfte und Handwerksbetriebe. Hier lebte ein Landwirt mit einer kleinen Schlachterei, außerdem arbeiteten Zimmerleute, es gab eine Metzgerei mit Viehhaltung sowie eine dampfbetriebene Getreidemühle mit Futtermittelhandel. Daneben befanden sich ein kleiner Großhandel für Butter, Käse und Buttermilch aus der Fabrik bei Dokkumer Nieuwezijlen, ein Spirituosengeschäft, eine Schmiede und eine Schneiderei. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Bewahrschule befanden sich ein Kolonialwarenladen und ein Zigarrengeschäft.

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