Im friesischen Dorf Nijetrijne steht eine Mühle mit einer besonderen Geschichte. Die Windmühle De Rietvink wurde im Jahr 1855 erbaut und diente bis 1964 als Poldermühle. Sie wurde genutzt, um den Torfpolder zu entwässern.
Kurz nach der Eiszeit war der Moorboden sehr nass. Die Menschen in dieser Region lebten früher buchstäblich „mit nassen Füßen“, und ein großer Teil des Landes war nicht nutzbar. Die Einwohner von Nijetrijne waren der Meinung, dass etwas dagegen unternommen werden musste. Um das Wasser abzuleiten und unter Kontrolle zu halten, wurden sechs Mühlen errichtet. Die erste davon war die Windmühle De Rietvink, die ursprünglich am Veendijk stand.
Der Name der Mühle verweist auf den Nachtfalter „Rietvink“, der denselben Namen trägt. Diese Schmetterlinge bevorzugen feuchte Moorlandschaften und sind vor allem in den Monaten Juli und August anzutreffen.
Seit 2010 ist die Mühle wieder für Besucher geöffnet.
Nach vorheriger Anmeldung kann die Windmühle auch von innen besichtigt werden.