Auf der Tjitsma-Warf wurde eine einzigartige goldene Gewandspange aus dem 7. Jahrhundert entdeckt – die Fibula von Wijnaldum. Sie zählt zu den bedeutendsten archäologischen Funden Frieslands. Ausgrabungen haben gezeigt, dass Wijnaldum im frühen Mittelalter ein wichtiges Handels- und Machtzentrum war.
Die Warften wurden zu Beginn unserer Zeitrechnung auf einem natürlichen Salzwiesenrücken errichtet. Dieser entstand ab etwa 150 v. Chr. und erreichte bis zur Aufschüttung der Warften um 175 n. Chr. eine Höhe von rund 85 Zentimetern. An einigen Stellen wurde er von Prielen durchzogen. Ab dem 11. Jahrhundert sorgten Seedeiche für Schutz vor Überschwemmungen, sodass das Wohnen auf Warften nicht mehr notwendig war.
Im Jahr 1953 fand ein Landwirt auf der Tjitsma-Warf einen Teil einer kostbaren goldenen Gewandspange. Die aus dem frühen 7. Jahrhundert stammende Fibula von Wijnaldum ist heute im Fries Museum ausgestellt. Die Warftenreihe von Wijnaldum wurde 1975 als nationales Denkmal eingetragen. Umfangreiche archäologische Untersuchungen, darunter Ausgrabungen von 1991 bis 1993, lieferten Hinweise darauf, dass sich hier einst der Sitz friesischer Herrscher befand. Daher wird die Tjitsma-Warf auch als Königswarf bezeichnet.