Willkommen auf dem Bauernhof von Ytzen Pieter van der Werff und Anneke Bouma. Auf etwa 125 Hektar bauen die Van der Werffs Pflanzkartoffeln, Zwiebeln, Zuckerrüben und ein wenig Getreide und Grassamen an. Manchmal pachten sie etwas Land von anderen Bauern. Mit einem Viehzüchter tauschen sie Gras gegen Dung.

Außerdem besitzen sie einen Zuchtbetrieb, der von Generation zu Generation aufgebaut wurde. Etwa zehn neue Kartoffelsorten wurden inzwischen auf dem internationalen Markt eingeführt, darunter Farida und Aurum. Das Zuchtfeld liegt zwischen Oudebildtdijk und Nieuwebildtdijk, wo der Boden von schwerem Lehm in leichten Lehm übergeht.

Das Haus stammt aus den fünfziger Jahren, als die Großeltern von Ytzen Pieter hierher zogen, die Scheune ist älter. Bereits seit der Eindeichung von Het Bildt im sechzehnten Jahrhundert wird hier Landwirtschaft betrieben, jahrhundertelang durch die Familie Wassenaar. Ein Buntglasfenster im Haus erinnert noch daran.…

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Willkommen auf dem Bauernhof von Ytzen Pieter van der Werff und Anneke Bouma. Auf etwa 125 Hektar bauen die Van der Werffs Pflanzkartoffeln, Zwiebeln, Zuckerrüben und ein wenig Getreide und Grassamen an. Manchmal pachten sie etwas Land von anderen Bauern. Mit einem Viehzüchter tauschen sie Gras gegen Dung.

Außerdem besitzen sie einen Zuchtbetrieb, der von Generation zu Generation aufgebaut wurde. Etwa zehn neue Kartoffelsorten wurden inzwischen auf dem internationalen Markt eingeführt, darunter Farida und Aurum. Das Zuchtfeld liegt zwischen Oudebildtdijk und Nieuwebildtdijk, wo der Boden von schwerem Lehm in leichten Lehm übergeht.

Das Haus stammt aus den fünfziger Jahren, als die Großeltern von Ytzen Pieter hierher zogen, die Scheune ist älter. Bereits seit der Eindeichung von Het Bildt im sechzehnten Jahrhundert wird hier Landwirtschaft betrieben, jahrhundertelang durch die Familie Wassenaar. Ein Buntglasfenster im Haus erinnert noch daran.

Ytzen Pieter steht in der Wohnküche und schaut nach draußen. Die Wärme hängt schwer über dem Land. „Jetzt sieht man es wirklich jeden Tag wachsen“, sagt Anneke, die gerade die jüngsten Kinder für ihren Mittagsschlaf ins Bett gebracht hat. Die Kartoffelpflänzchen der Nachbarn sind diese Woche gerade aus dem Boden gekommen.
„Wie findest du das?“ Ytzen Pieter schiebt ihr eine Liste mit Ideen für Namen einer neuen Sorte rüber. „Irgendwas mit r oder?“, fragt Anneke. Der Name sollte vor allem in den Ländern, in die die Kartoffeln exportiert werden - wie z.B. nach Syrien - gut klingen. Frühere Sorten des Zuchtbetriebs, den er zusammen mit seinem Vater führt, wurden daher beispielsweise Farida und Aurum getauft.

Ytzen Pieter seufzt. Manchmal denkt er daran, damit aufzuhören, mit der Zucht. Es ist so viel Arbeit und erfordert beträchtliche Investitionen. Und erst nach etwa zehn Jahren ist eine Kreuzung eventuell gut genug, um auf den Markt zu kommen. Aber als er letzte Woche einen Mitarbeiter des HZPC fragte, wie die Dinge laufen, meinte dieser: Mach vor allem weiter.

Sein Blick schweift nach draußen. Wenn der Wind heute Abend nachlässt, kann er mit dem Sprühen von Kalium beginnen. Das Mineral sorgt unter anderem für eine geringere Blaufärbung der Knolle. Doch erst muss er sich entscheiden, welches Mittel gegen Kraut- und Knollenfäule er bestellt, die Kartoffelkrankheit, die vor allem in feuchten Sommern für Fäulnis, Pflanzensterben und Braunfärbung sorgen kann. Er will das Mittel noch vor dem Wochenende haben. Es gibt mehrere Optionen in Bezug auf den Prozentsatz des Wirkstoffs, die Kosten und die Menge. Er denkt nach, kritzelt einige Berechnungen auf einen Zettel.
Ein Klopfen an der Tür. „Ja, komm rein!“, ruft Ytzen Pieter ohne aufzublicken. Nur noch eben die Berechnungen beenden. „Was sollen wir jetzt machen?“ Der Praktikant und die Ferienhilfskraft haben gerade nichts zu tun. Er hatte sie die Lagerpflanzen mit Glyphosat behandeln lassen, aber weil die Sonne zu grell ist, hat das keinen Sinn. Die Pflanze nimmt das Mittel dann nicht auf.
„Hast du deinen Praktikumsbericht schon fertig?“, fragt er. Er möchte, dass die Landwirtschaftsstudenten bei ihm auch etwas lernen. Das sollte in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb natürlich selbstverständlich sein. Er selbst beschäftigt sich auch oft mit neuen Entwicklungen, vor allem mit der Bodenverbesserung. Deshalb ist er auch der Stiftung Veldleeuwerik angeschlossen, die sich auf die zukunftssichere Lebensmittelproduktion konzentriert. Letztes Jahr hat er außerdem einen Kurs in biologischer Landwirtschaft besucht, um zu sehen, ob er das dort Gelernte auch auf seinen eigenen Feldern anwenden kann.

Diese Geschichte ist Teil der Route Bildtstars und Eigenheimers von Sense of Place. Der Text wurde durch das Interreg Projekt Wadden Agenda 2.0 übersetzt. 

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