Das Dorf Oudeschoot liegt heute unmittelbar am Rand von Heerenveen und direkt an der Autobahn A32. Früher waren die Verhältnisse jedoch anders: Damals war Oudeschoot ein bedeutender Ort, in dem sogar ein Kloster gegründet wurde – das Schoterconvent.
Wenn Sie Oudeschoot verlassen, sehen Sie links an der Wolvegaasterweg einen Fundamentstein des ehemaligen Schoterconvents im Straßenrand liegen. Auf den Fundamenten dieses verlassenen Klosters wurde im Jahr 1580 im Auftrag von Willem Lodewijk eine Schanze errichtet, die Teil der Friesischen Wasserlinie war.
Die Schoterschans, auch Tjongerschans genannt, befand sich hier in Oudeschoot. Diese Befestigungsanlage an der Tsjonger bildete während des Achtzigjährigen Krieges die zweite Verteidigungslinie gegen die Spanier. Auch an der Linde südlich von Oudeschoot waren weitere Schanzen angelegt.
Das Gebiet rund um die Schanzen konnte gezielt überflutet werden. Die Schanzen lagen an den einzigen passierbaren Übergängen und wurden mit aller Kraft verteidigt, um die friesische Hauptstadt Leeuwarden zu schützen.
Heute erinnert nur noch eine Informationstafel an diese bewegte Geschichte. Das Krankenhaus von Heerenveen trägt jedoch bis heute den Namen Tjongerschans und hält die Erinnerung an die historische Befestigungsanlage lebendig.
Die Schoterschans liegt an der Fahrradroute Friesische Wasserlinie II.