Das Dorf liegt direkt an der Wattenmeerküste. Die Kirche, die ursprünglich mitten im Dorf stand, scheint sich an den Deich zu schmiegen, als würde der Turm aus dem 12. Jahrhundert Halt beim Wasserbauwerk suchen.
Wie viele friesische Warftdörfer entstand auch Wierum dadurch, dass Menschen eine künstliche Warft aufschütteten, um sich vor Überschwemmungen zu schützen. Noch heute ist gut zu erkennen, dass die Kirche auf einer Anhöhe steht. Die gefährliche Lage dieses Warftdorfs direkt an der Nordsee führte dazu, dass der nordöstliche Teil des Dorfes im Meer verschwand. Übrig geblieben ist ein besonders fotogenes Bild.
Die Einwohner von Wierum lebten früher von der Fischerei: Die Männer fuhren mit ihren Wierumer Aeken aufs Meer, während die Frauen an Land blieben, um Würmer zu stechen und den Haushalt zu führen. Im Dorf erinnern noch einige Skulpturen an diese Zeit. Außerdem liegt etwa 100 Meter vor der Küste ein altes Schiffswrack, das bei Ebbe sichtbar ist.
Auf dem Friedhof der reformierten Kirche von Wierum befinden sich drei Gräber von Fliegern aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Dorf kann außerdem die Eben-Haëzer-Kirche besichtigt werden, in der Ausstellungen und Vorträge stattfinden.
Radeln oder wandern Sie während Ihres Aufenthalts in Friesland unbedingt einmal nach Wierum – ein malerisches Dorf am Deich, von dem aus auch die Wattwanderung zur unbewohnten Engelsmanplaat startet.