Die Doarpstsjerke (Petruskerk) in Jistrum ist eine hervorragend erhaltene spätromanische Backsteinkirche. Sie steht auf einem hohen Sandrücken im Ortskern und prägt das Dorfbild bis heute.
Die Kirche stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, der schlanke Satteldachturm ist mit etwa 1230 sogar etwas älter. Unter den Dachrändern verlaufen dekorative Zickzackfriese aus Backstein. Der Turm ist mit Rundbogenfriesen, Ziegelmosaiken im Fischgrätmuster und kleinen Fialen geschmückt. Statt eines Hahns trägt die Wetterfahne die Form eines Pferdes. Im Chor lassen sich zudem historische Hagioskope entdecken.
Im Inneren beeindrucken die romanogotischen Kuppelgewölbe. In jedem Joch treffen acht Rundrippen in einem Ring zusammen und verleihen dem Raum eine besondere Atmosphäre. Zur Ausstattung gehören feste Kirchenbänke, traditionelle Holzstühle sowie eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert mit kannelierten Eckpilastern und Bogenfeldern. Ein moderner Taufstein und eine neue Orgel ergänzen das schlichte Interieur.
Viele Jahre hing hier eine Glocke aus dem Jahr 1759, die im Zweiten Weltkrieg von den deutschen Besatzern geraubt wurde.