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Haus Sytzama
Haus Sytzama
Wo sich heute ein Grand Café befindet, verbirgt sich eine Geschichte von Grietereien, Gemeindeverwaltungen, Kriegsjahren und des Barons Willem van Sytzama, des ersten Eigentümers, nach dem das Gebäude benannt ist.
Zu seiner Zeit war die Umgebung noch kaum bebaut. Hinter dem Haus erstreckte sich ein großer Garten mit weitläufigen Teichen. Baron Willem van Sytzama glaubte, glücklich mit Cecilia van Heemskerk verheiratet zu sein. Doch sie verließ ihn für einen anderen Mann. Der Baron versuchte, dies gerichtlich anzufechten, jedoch ohne Erfolg. Sie kehrte nie zurück, und er heiratete nie wieder. In späteren Jahren wurden in diesem Gebäude – damals das Rathaus von Kollum – immerhin Hunderte von Ehepaaren getraut.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde Bürgermeister Gerben Feitsma in diesem Gebäude vereidigt. Die Zeremonie fand unter großem Fahnenaufgebot und mit dem Hitlergruß statt. Deshalb wird Feitsma häufig als NSB-Bürgermeister bezeichnet. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass er gelegentlich dafür sorgte, dass Einwohner Kollums nicht zum Arbeitseinsatz nach Deutschland geschickt wurden, indem er sie auf seinem Bauernhof beschäftigte. Aufgrund seiner Vergangenheit wird sein Name in Geschichtsbüchern nicht immer erwähnt.
Sein Bruder Jan Feitsma erlangte aus einem anderen Grund traurige Berühmtheit. Als Generalstaatsanwalt ließ er in den besetzten Niederlanden Schilder mit der Aufschrift „Für Juden verboten“ anbringen. Dies sorgte auch in Kollum für große Unruhe. Der örtliche Tennisverein schloss seinen Tennisplatz lieber, als ein solches Schild aufzuhängen. Anfang 1945 wurde Jan Feitsma vom niederländischen Widerstand erschossen. Zu seiner Beerdigung in Kollum erschienen zahlreiche Angehörige der SS.
Kollum
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Siebzig Evakuierte aus Arnheim und Limburg
Siebzig Evakuierte aus Arnheim und Limburg
Das Grabdenkmal in Gytsjerk wurde zum Gedenken an Maria v/d Heuij errichtet. Maria war eine von siebzig Evakuierten aus Arnheim und Limburg, die am 22. Januar 1945 in Gytsjerk ankamen. Maria starb einen Tag später im Alter von nur wenigen Monaten. Die harten Bedingungen während der Reise waren für sie tödlich gewesen. Maria durfte die Befreiung nicht miterleben. Glücklicherweise erlebten viele der anderen Evakuierten, mit denen sie die Reise auf sich genommen hatte, die Befreiung.
Symbolik
Der geistige Vater des Denkmals, der Künstler Klaas Bokma, wählte zwei Karren, weil dies das von den Evakuierten häufig benutzte Transportmittel war. Die vier kahlen Bäume symbolisieren den Tod. Das Kreuz ist nicht nur ein Symbol für den christlichen Glauben, sondern erinnert auch an das Opfer, das die Kriegsopfer für ein Leben in Freiheit gebracht haben.
Die ältesten Schüler der Grundschulen Ichtus und Thrimwalda kümmern sich um dieses Denkmal.
Gytsjerk