Die Sint-Antoniuskerk in Paesens wurde um 1200 auf einer Warft erbaut und zählt zu den spätromanischen Kirchen der Region. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Bauwerk mehrfach verändert und erweitert, wodurch eine vielschichtige Architektur entstanden ist.
Bis 1792 besaß die Kirche einen hohen Satteldachturm. In diesem Jahr wurde der gesamte Westteil neu gestaltet und durch eine geschlossene Fassade mit einem kleinen Rundfenster sowie einen hölzernen Fassadenturm mit eingeschnürter Spitze ersetzt. Diese Veränderung prägt bis heute das äußere Erscheinungsbild.
Die Nord- und Südwände zeigen Spuren verschiedener Bauphasen. Einige Fenster wirken romanisch, stammen jedoch aus späterer Zeit, während zugemauerte Öffnungen noch auf ältere Strukturen hinweisen. Auffällig sind zudem ungewöhnliche rechteckige Fenster in der Nordwand.
Im Inneren wird der Kirchenraum von einem hölzernen Tonnengewölbe überspannt. Das Mobiliar ist in heller, ockerfarbener Holzimitatmalerei gehalten. Besonders die Kanzel aus dem 19. Jahrhundert fällt mit reich verzierten Gesimsen an Kanzelkorb, Rückwand und Schalldeckel ins Auge.
Ein besonderes Highlight ist die historische Orgel in eleganter Rokokoform. Sie wurde 1758 von J.Th. Gilman gebaut und 1908 aus der römisch-katholischen Sint-Laurenskerk in Haarlem übernommen.
Die Sint-Antoniuskerk verbindet romanische Ursprünge mit späteren Umbauten und einem bemerkenswert gut erhaltenen historischen Innenraum.