Die Schleuse Dokkumer Nieuwe Zijlen und das dazugehörige Seedeichbauwerk sind ein Rijksmonument aus dem Jahr 1729. Direkt daneben steht ein Obelisk mit der Inschrift „Ter Eewiger Gedagtenis van de overdijking van 't Dokkumer Diep“, der an die Eindeichung des Dokkumer Diep erinnert. Auch das benachbarte Gasthaus stammt aus dem Jahr 1729.
Die Schleuse ist Teil eines rund zwei Kilometer langen Abschlussdeichs, der die frühere Seeschleuse bei Dokkum überflüssig machte und zugleich die Gewinnung von 600 Hektar Land ermöglichte.
Das Bauwerk besteht aus drei Schleusenkammern. Über die Sielschleusen konnte überschüssiges Wasser aus dem friesischen Binnengewässer in das Wattenmeer abgeleitet werden, während die Kammerschleuse den Schiffsverkehr zur Wattensee ermöglichte.
Die robuste und technisch ausgeklügelte Anlage wurde vom Mathematiker, Ingenieur und Deichbauer Willem de Lorée von der Universität Franeker entworfen.
Mit ihren vierzehn Schleusentoren erfüllte die Anlage ihre Aufgabe bis zur Eindeichung der Lauwerszee im Jahr 1969. Seit dem Bau der Schleusen bei Lauwersoog verlor Dokkumer Nieuwe Zijlen zwar seine ursprüngliche Funktion, bleibt jedoch ein wichtiger Bestandteil des friesischen Wassermanagements. Die Willem-Lorésluis sorgt bis heute für die Ableitung von überschüssigem Wasser aus der Provinz Fryslân.