Die Thomaskerk steht auf einer hoch gelegenen, steil abgegrabenen Warft. Ursprünglich stammt das Gebäude aus dem 12. Jahrhundert, wurde jedoch drei Jahrhunderte später umfassend im gotischen Stil erneuert und erweitert. Dabei erhielt die Kirche auch einen dreiseitigen Chorabschluss.
Die Gotik zeigt sich besonders eindrucksvoll an der Südwand, die mit einem großen und mehreren kleineren Spitzbogenfenstern verziert ist. In der Nordwand sind noch ältere Mauerreste aus der frühen Bauphase zu entdecken.
Im Inneren lohnt sich ein Blick auf die schöne Kanzel, die überdachte Herrenbank mit Allianzwappen der Familien Harinxma thoe Slooten und Burmania sowie die Renaissance-Grabplatten im Boden, unter anderem von Benedictus Gerbrandtsz.
Besonders bemerkenswert ist das Sandsteinepitaph für Douwe van Aylva, der im Alter von nur 28 Jahren in der Schlacht bei Deventer fiel. Auffällig ist die Darstellung der nackten Athena, Göttin des Krieges, im Zentrum des Reliefs.
Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert stark im gotischen Stil erneuert, erweitert und mit dem heutigen Chorabschluss versehen. Der Innenraum wird von einem hölzernen Tonnengewölbe geprägt. Im Chor befindet sich eine große Nischenöffnung, die heute als Vitrine für archäologische Funde dient.
Der Innenraum wird durch eine Kanzel mit Schalldeckel, die Herrenbank mit reich verzierten Säulen und das historische Mobiliar geprägt. Das Orgelwerk auf der Westempore wurde 1925 von Bakker & Timmenga aus Leeuwarden gebaut.